Lokalzeit-Bericht (WDR) über die AN-Ahlen

Abermals drehte der WDR über die Aktivitäten und geistigen Ergüsse der „autonomen“ Nationalisten Ahlen auf ihrer sogenannten „Weltnetzseite“. Zu Wort kommen die jüdische Gemeinschaft Westfalen, die Staatsanwaltschaft Münster und Mitglieder der Linksjugend Ahlen.

Lokalzeitbericht über die AN-Ahlen

Auch zwei Zeitungsartikel erschienen zu Naziaktivitäten in der Glocke:

„Hitlerrufe und dreister Einbruch“

„Polizei nimmt Männer nach Hissen einer Nazi-Fahne fest“

Keine Versöhnung mit Deutschland! 12./13. Februar in Dresden


Keine Versöhnung mit Deutschland!
Aufruf gegen Gedenken und Naziaufmarsch am 13. Februar 2010 in Dresden

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Erneute Schmierereien der ANA

Es folgt ein Artikel aus der Ahlener Zeitung:

Bürgerzentrum will in Ahlen Allianz gegen Rechts schmieden

Ahlen – Für Christiane Busmann ist das Maß jetzt voll. Zum wiederholten Mal ist die Schuhfabrik Opfer von Hakenkreuz-Schmierereien geworden. „Ich lasse mir diese Unverschämtheiten nicht mehr bieten“, stellt die Geschäftsführerin des Bürgerzentrums (Büz) unmissverständlich fest. Und hat umgehend die Polizei informiert, die die Schmierereien für eine Anzeige dokumentiert hat.
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Antifaschistischer Infostand beim Helldoradofestival

Mit einem Infostand beim alljährlichen Helldoradofestival am 27. und 28. Dezember wurden die BesucherInnen mit Zeitschriften und Flyern versorgt. Es bestand dort die Möglichkeit sich reichlich mit kostenlosem Lesematerial sowie zahlreichen Aufklebern einzudecken.
Wir bedanken uns noch mal recht herzlich bei den Organisatoren des Festivals im Jugendzentrum, bei allen InteressentInnen und denjenigen, die uns durch Spenden unterstützt haben.
Diejenigen, die beim Festival nicht dabei sein konnten, aber Interesse an Infomaterial haben, können uns unter unserer E-mail Adresse erreichen.

LOTTA ab sofort im BÜZ!

Seit diesem Monat bietet nun das Bürgerzentrum die „Lotta“, eine antifaschistische Zeitung aus NRW, an! Sie ist für erschwingliche 3 Euro zu erwerben!

Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe ist: „Lauter, schneller, härter – Hardcore, Hatecore und National Socialist Hardcore

Außerdem in dieser Ausgabe:

* Vom Antisemitismus zur Moslemfeindlichkeit?
* Abschiebung und Bleiberechtsregelung
* Zur Diskussion: Homophobie in der Dancehall

..und natürlich noch vieles mehr..!

Demonstration gegen den Frauenabschiebeknast in Neuss!

DEN SEXISTISCHEN UND RASSISTISCHEN NORMALZUSTAND BRECHEN!

Zum mittlerweile 10. Mal demonstrieren wir gemeinsam gegen den Frauenabschiebknast in Neuss. Unser Protest richtet sich nicht ausschließlich gegen den Knast in der Neusser Innenstadt, sondern ebenso gegen Abschiebung als ein Element der Migrationskontrolle in Deutschland und der EU. Für Millionen Menschen sind die Zustände, in denen sie leben müssen, so unerträglich, dass sie ihr Leben aufs Spiel setzen, um diese zu überwinden. Dass Abschiebung kein abstraktes Konstrukt ist, sondern konkrete Realität, zeigt die derzeitige Situation von tausenden Roma, die von Abschiebung in den Kosovo bedroht sind. In NRW leben etwa 3.700 Roma, deren Abschiebung nicht unwahrscheinlich ist. Vor dem Hintergrund hunderttausender Roma und Sinti, die verstärkt ab 1938 Opfer des deutschen Faschismus wurden, erscheint der unbedingte Wille, diese Menschen in eine für sie prekäre und lebensbedrohliche Region abzuschieben, mehr als zynisch. (mehr…)

ANA feiern „heldenhafte SA“

Wenige Tage vor dem Kino-Start des Films „Unter Bauern – Retter in der Nacht“, der das Leben der Jüdin Marga Spiegel schildert, die ebenso wie ihr Mann und ihre Tochter von Bauern aus dem Münsterland zwei Jahre lang versteckt wurde und so dem sicheren Tod in einem Nazi-KZ entging (http://www.unterbauern-derfilm.de/), feiern die örtlichen Neonazis die „heldenhafte Arbeit der Ahlener SA-Gruppe“.

Die habe es, so heißt es in einem etwas eigenwilligen Deutsch auf der Internetseite der „Autonomen Nationalisten Ahlen“, „gegen allen Umständen (wie z.B die Zahlenmäßige Überlegenheit der Kommunisten)“ geschafft, „die Ziele der Nationalsozialistischen Politik durchzusetzen“. Dabei habe die SA-Gruppe „die Machtverhältnisse nicht nur in den Stadträten aufgeklärt“. Was damit gemeint ist, wird gleich im nächsten Satz erklärt: „In der Reichskristallnacht wurde auch die Ahlener Synagoge in Brand gesetzt. Während Marga Spiegel vor der SA floh, wurde Ihr Mann, Siegmund Spiegel vor der Synagoge totgschlagen.“

Letzteres stimmt allerdings nicht: Siegmund Spiegel überlebte in seinem Versteck ebenso wie seine Frau und seine Tochter. Gemeint sein könnte Marga Spiegels Vater, der ebenfalls Siegmund hieß. Der allerdings wurde nicht in der Pogromnacht vor der Synagoge umgebracht. Er kam im Sommer 1938 im KZ Sachsenhausen ums Leben – offizielle Todesursache: „innere Blutungen“.

Solche „Details“ freilich scheinen den Ahlener Neonazis aber auch nicht wichtig zu sein angesichts ihrer „heldenhaften“ Ahnen. Sie freuen sich: „Nach diesen Ereignissen wurde die Stadt Ahlen, sowie die dortige SA Gruppe von dem Führer persönlich für ihre vobildlichen Leistungen geehrt und zur ersten Judenfreien Stadt im dritten Reich erklärt.“

Mittlerweile wurde von der Staatsanwaltschaft Münster ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet.

Quelle

Keine Homezone für Nazis! – Antifaschistische Demonstration in Höxter

Ein Aufruf der Antifaschistischen Initiative Höxter [A.F.I.]

Solidarität mit den von Abschiebung bedrohten Roma!

Im Juli dieses Jahres hat das deutsche Innenministerium mit der Republik Kosovo die „Zurücknahme“ von als „überflüssig“ empfundenen kosovarischen Flüchtlingen vereinbart. Bis zu 24.000 Menschen, unter ihnen etwa 10.000 Roma, sollen bis Ende des Jahres abgeschoben werden. Unter den Augen der KFOR-Soldaten sind Ende der 1990`er Jahre zehntausende Roma von den nationalistischen UÇK-Banden gewaltsam zur Flucht gezwungen worden, insgesamt haben in jenen Jahren 150.000 Roma den Kosovo verlassen müssen. Diejenigen, die blieben, sind etwa in Lagern der UNHCR auf mit Blei, Cadmium und Quecksilber verseuchten Industriehalden einquartiert worden. Bis heute leben sie in ständiger Angst vor erneuten Pogromen in von der Majoritätsbevölkerung abgegrenzten Armutsenklaven, nahezu hundertprozentig vom legalen Arbeitsmarkt ausgeschlossen. Anfang des Jahres 2008 gab del Ponte, frühere Den Haager Anklägerin Milošević, zu, dass ihr bereits 1999 leidlich viele Beweise vorlagen, dass bis zu 400 Menschen, allen voran Roma, von der UÇK zum Zwecke des Raubes von Nieren und anderen Innereien verschleppt worden sind.

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Rechtliche Schritte gegen Kölner Neonazi eingeleitet

Hamm/Köln. Weil die „Kameradschaft Hamm“ unerlaubt mit einem Bild der Siegerin von „Germany’s next Topmodel“ Werbung gemacht haben soll, drohen dem Kölner Neonazi Paul Breuer rechtliche Schritte und möglicherweise ein Gerichtsprozess. Dies geht aus einer Mitteilung der „Freien Kräfte Köln“ (FKK) bzw. des „Freien Netzes Köln“ hervor. Demnach droht eine Anwaltskanzlei im Namen von Lena Gercke bzw. deren Agentur wegen Aufklebern, auf denen Breuer als Verantwortlicher im Sinne des Pressrechts firmiert, Schritte an.

Der ganze Artikel von Klarmann

Kritische Tagung zur Debatte um den politischen Islam in Münster am Samstag, 26.09

In der Debatte um den Islam scheinen zahlreiche Fragen offen zu sein: Ist der Islam inhärent politisch? Was zeichnet „Reformislam“ aus? Wie kann ein „Reformislam“ aussehen, der auf die Vereinbarkeit des Islam mit weitgehenden persönlichen Freiheiten der Individuen zielt? Gibt es Kriterien, an die sich eine Kritik des Islam zu halten hat, wie sehen diese aus und wogegen hat sich eine solche Kritik überhaupt zu wenden?

Eine erste Beantwortung einiger dieser Fragen hatte der Islamwissenschaftler Tariq Ramadan bei seinem Besuch der Universität Münster im Juli offenbar im Gepäck, zumindest würde dies den Ansturm auf seinen Vortrag erklären. Dass aber seine Ideen zumindest emanzipatorischen Bestrebungen zuwiderlaufen, ist nicht zuletzt an seinen Veröffentlichungen zu erkennen. Warum Ramadan trotzdem so gut ankommt, wie er allgemein auftritt und was seine Strategien sind, dem wird Jörg Sundermeier in seinem Vortrag nachgehen.

Einem Blindfleck der Debatte wird sich Klaus Blees widmen. Er wird die historischen Wurzeln eben des latenten Antisemitismus, der in islamistischen Organisationen und Staaten zum guten Ton gehört, aufzeigen.

In welcher Weise sich Islamkritik äußern kann, ob Islamophobie der neue Antisemitismus ist und wie eigentlich Kulturrelativismus zu Antirassismus finden kann, ist Gegenstand Udo Wolters Vortrag.

Im Zusammenhang mit den eingangs erwähnten Fragen also steht diese Tagung. Sie soll einige Blindpunkte beleuchten sowie ein Angebot zur Vertiefung der eigenen Positionen darstellen. Anspruch der Tagung ist dazu beizutragen, den Diskurs um überdachte Standpunkte und Reflektionen zu bereichern.

Damit niemand von der Tagung ausgeschlossen wird, werden sowohl die Teilnahme als auch vegane Verpflegung, Wasser und Kaffee, sowie Übernachtungsmöglichkeiten kostenlos sein.

Weitere Infos zum Tagesablauf

Gegen den „nationalen Antikriegstag“ am 05.09. in Dortmund

Dem Naziaufmarsch am 05.09.09 in Dortmund entgegentreten!

Für den 5. September 2009 mobilisieren die Dortmunder Neonazis europaweit zum so genannten „nationalen Antikriegstag“. Dieser hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Aufmärsche der sich selbst als „Autonome Nationalisten“ bezeichnenden Nazis entwickelt. Sie nehmen international eine Vorreiterrolle für die aktionsorientierte extreme Rechte ein, so dass der Ausgang des Aufmarsches Relevanz für die kommende Entwicklung der Szene in Deutschland und in Europa haben wird. Dementsprechend hat dieser Aufmarsch mit „Event-Charakter“ eine ganz besondere Brisanz, die nicht nur den Dortmunder Nazistrukturen Aufwind verleihen soll.

Zu diesen jährlich stattfindenden „Aufmärschen“ mobilisierten die Dortmunder Neonazis zum ersten „nationalen Antikriegstag“ 2005 ca. 200 KameradInnen, 2008 kamen bereits ca. 1100 nach Dortmund. Dabei nahm auch das Gewaltpotential auf den Demonstrationen massiv zu. Doch nicht nur im Rahmen der jährlichen Demonstrationen nimmt die Gewalt durch Neonazis zu. Nach dem traurigen Höhepunkt der Ermordung des Punks Thomas „Schmuddel“ Schulz sind immer wieder, und das in zunehmendem Maße, Menschen und Einrichtungen, die nicht in die Ideologie der Neonazis passen, angegriffen worden. Am 1. Mai 2009 sorgte der Angriff der Neonazis auf den Demonstrationszug des DGB für bundesweite Aufmerksamkeit.

Bisher stellten Dortmunder Behörden und Polizei diesem eskalierenden Problem nichts entgegen. Im Gegenteil, sie scheinen hartnäckig darum bemüht zu sein, die Gefahr, die von Neonazis ausgeht, zu relativieren. Es scheint Konzept in dieser Stadt zu sein, die gezielten Überfälle rechter Schlägertrupps zu einem wechselseitigen Rechts-Links-Konflikt zu verklären, um damit zum einen zu verschleiern von wem hier die Gewalt ausgeht und zum anderen den Eindruck zu erwecken, dass die Gesamtgesellschaft sich kaum betroffen bzw. bedroht fühlen muss. In den letzten Jahren entschied die Dortmunder Polizei immer wieder, antifaschistischen Protest zu unterbinden, während sie den Neonazis angenehme Aufmarschbedingungen schuf.

Dabei gerät auch aus dem Blick, dass mit dem Gedenktag „Antikriegstag“ am 1. September eigentlich an den Überfall Deutschlands auf Polen erinnert wird. Mit diesem Überfall wurde der 1. September 1939 zum Beginn des deutschen Vernichtungskrieges. Der Gedenktag „Antikriegstag“ ging dann aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor, die gerade mit Blick auf die Wiederbewaffnung Deutschlands unter dem Motto „Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus!“ zu Aktionen aufrief.

Es gilt nicht nur, sich den Neonazis in den Weg zu stellen, sondern auch die Ursachen des vorherrschenden Problems zu erkennen und dieses entschieden zu bekämpfen – und das nicht nur am Antikriegstag, sondern immer und stets!

Deshalb rufen wir dazu auf, sich am 4. und 5. September an den verschiedensten antifaschistischen Aktionen zu beteiligen.

04.09.2009: Vorabenddemo 18.00 Uhr, Hauptbahnhof

05.09.2009: Antifaschistische Demo 11.00 Uhr, Hauptbahnhof

Antifacamp ’09

Vom 05.- 09. August heißt es inzwischen zum neunten Mal
Sommer – Sonne – Antifa!

Mehr Infos

Neonazis beim Sprayen und Stickern erwischt

Ahlen – Aufkleber der Autononem Nationalisten Ahlen (ANA) klebten nach Polizeiangaben von Freitag ein 18-jähriger Beckumer, ein 17-jähriger Hammenser und eine bislang unbekannte Person auf Laternen im Ahlener Stadtgebiet.

Ein 19-jähriger Ahlener beobachtete die drei Männer und informierte die Polizei. Er wies die Beamten auf die Aufkleber mit dem Schriftzug „Genug ist genug! BRD-Gesinnungsjustiz abschalten!…“ hin, die an mehren Laternen aufgeklebt waren.

Im Bereich der Weststraße / Hammer Straße stellten Einsatzkräfte Hakenkreuze in roter Farbe auf Wahlplakaten und Schriftzüge auf einem Stromkasten sowie einem Bushaltestellenhäuschen fest. Auf der Königstraße sahen die Ordnungskräfte die beiden jungen Männer und kontrollierte sie. Sie hatten die Aufkleber sowie rote und grüne Sprühfarbe dabei. Die Gegenstände wurden sichergestellt und Strafverfahren gegen den Hammer und Beckumer eingeleitet. Die Ermittlungen nach dem dritten Tatverdächtigen dauern an. Mangels Kontakt zu seinen Eltern wurde der 17-Jährige dem Jugendamt übergeben, das sich um die weitere Unterbringung kümmerte.

Die Polizei geht davon aus, dass die jungen Männer auch in anderen Bereichen der Innenstadt in Erscheinung traten. Zeugen werden gebeten, die Polizei unter der Telefonnummer 96 50 zu informieren.

Quelle: Ahlener Zeitung

23.05.09- Spontandemonstration in Dortmund nach Naziüberfall

Aufruf zur antifaschistischen Spontandemonstration „Gegen Neonazis und Dortmunder Zustände“ am 23.05.2009 in Dortmund!

Am Sonntagmorgen, gegen 1 Uhr früh, griffen etwa zehn dunkel gekleidete Personen einen 40jährigen Mann an und schlugen so heftig auf ihn ein, dass die Ärzte im Krankenhaus von akuter Lebensgefahr sprechen. Das Opfer liegt weiterhin im künstlichen Koma. Die Polizeipresse spricht in diesem Zusammenhang von einem „versuchte[n] Tötungsdelikt“. Die Staatsanwaltschaft hüllt sich bisher weitgehend in Schweigen und will zu dem Vorfall keine konkreteren Angaben machen. Die Täter konnten vorerst flüchten, sind aber bekannt und stehen unter massivem Druck, sich der Polizei zu stellen. Laut Presseberichten hätten sich die Angreifer den Mann „gezielt ausgesucht“: Auf im Internet veröffentlichten Bildern ist das Opfer mit einem antifaschistischen T-Shirt zu sehen, welches er auch in der Nacht des Überfalls getragen haben soll.

Egal was die offiziellen Ermittlungen letztlich ergeben: Es ist in Dortmund nicht unwahrscheinlich Opfer neonazistischer Gewalt zu werden. Dass die Stadt ein großes Naziproblem hat, zeigt sich nicht nur an dem jährlich stattfindenen bundesweiten Naziaufmarsch zum „Antikriegstag“ in Dortmund. Denn nicht vergessen werden dürfen die Internet-„Outings“ zumeist jugendlicher Linker, tätliche Angriffe auf AntifaschistInnen, attackierte Wahlkreisbüros von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE, Anschläge auf das HippiH-Haus, die Zone 10 und das Taranta Babu, sowie die vier von Neonazis begangenen Morde in Dortmund. Diese sprechen eine deutliche Sprache und sind Beweis genug für die hiesige Nazibedrohung.

Deshalb haben wir allen Grund unseren Protest auf die Straße zu tragen. Nach dem brutalen Naziangriff auf die DGB-Kundgebung am 1. Mai, jetzt noch ein versuchter Mord auf Grund des Tragens eines T-Shirts mit antifaschistischem Slogan. Es reicht!

Kein Vergessen den Opfern neonazistischer Gewalt!
Gegen Neonazis und Dortmunder Zustände!
Keine Homezone für Nazis!

Deshalb kommt zur antifaschistischen Spontan-Demonstration:
23.05.2009 (Samstag) / 13 Uhr / Dortmund / Hauptbahnhof (Vorplatz)

8.Mai – antifaschistische Demonstration in Köln!

Die Konsequenzen ziehen: Deutschland auflösen!
Aufruf zur antifaschistischen Demonstration am 8. Mai 2009 in Köln
08.05.2009 | 19.00 Uhr | Köln Hauptbahnhof

Am 8. Mai 1945 wurde die Gesamtkapitulation Deutschlands besiegelt. Mit ihr endete der 2. Weltkrieg und die deutsche Barbarei, die über 60 Millionen Menschen das Leben kostete. In ihrem völkischen und antisemitischen Wahn versuchten die Deutschen alle Menschen zu vernichten, die ihnen als „Volksschädlinge“ erschienen. Es waren Juden und Jüdinnen, KommunistInnen, Homosexuelle, Sinti und Roma und viele andere Menschen, denen das Konzept der deutschen Volksgemeinschaft keinen Platz ließ. Resultierend aus einem antisemitischen und falschen Kapitalismusverständnis, das jüdisch-identifizierte Menschen zu den Drahtziehern des Kapitalismus erklärte, wurden Juden und Jüdinnen ab 1933 verstärkt und kontinuierlich aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen. Einige Jahre später brannten die NS-begeisterten Deutschen Synagogen nieder und plünderten jüdische Geschäfte. Es wurden Konzentrations- und Vernichtungslager errichtet, in die verhaftete Juden und Jüdinnen deportiert worden sind. Über sechs Millionen fanden dort in Gaskammern, durch Arbeit oder Krankheit ihren Tod. Selbst als die militärische Zerschlagung Nazideutschlands kurz bevor stand, lief die Vernichtung auf Hochtouren. So wurden noch zahlreiche KZ-Häftlinge auf so genannten „Todesmärschen“ durch die Kälte getrieben – vielen starben. All dies zeigt, wie die Deutschen, von einem eleminatorischen Antisemitismus getriebenen, darauf aus waren, jedes jüdische Leben zu vernichten. (mehr…)

1. Mai Hannover – Naziaufmarsch verhindern


Tag X für Ahlener Neonazis

Am Donnerstag, den 09.04.09, wurde mit einer leichten Verzögerung das Urteil gegen die zwei ANA-Mitglieder Daniel Bake und Dirk Splettstößer verkündet. Aus der vorerst von der Staatsanwaltschaft geforderten Haftstrafe von 3 1/2 Jahren ohne Bewährung, wurden letztendlich 3 Jahre Jugendhaft für Daniel Bake. Das Urteil kann jedoch noch angefochten werden. Dirk Splettstößer erwarten 10 Monate auf Bewährung, wobei erst in 9 Monaten geklärt wird, ob diese wirklich nur auf Bewährung gestellt werden (JGG §75). Dazu muss Splettstößer 200 Sozialstunden abarbeiten.
Nach der Verlesung des Urteils, begründete der Richter seine Urteile nochmals anschaulich an Hand der Delikte beider Angeklagten und betonte, dass beide weder Einsicht noch Reue im Laufe des Verfahrens gezeigt hatten. Außerdem sprach er bei beiden von Reifeverzögerungen und einem Alkoholproblem.

Bereits vor der Urteilsverkündung füllte sich der Gerichtssaal mit AntifaschistInnen, wodurch verhindert werden konnte, dass sich Neonazis dort versammelten. Diese mussten auf den Gerichtsvorplatz ausweichen, waren jedoch selbst dort von AntifaschistInnen umgeben.
Nach der Urteilsverkündung, wurden Neonazis und GegendemonstrantInnen durch PolizistInnen getrennt. Fotos und Filme wurden vom jeweiligen Gegner gemacht und die ein oder andere Provokation laut.
Zur gleichen Zeit fand eine bürgerliche Kundgebung am Ahlener Marktplatz statt. Dort verkündeten Parteien, der Bürgermeister, sowie Vertreter gesellschaftlicher Gruppen ihre Haltung gegen Rechts. Dass zeitnah eine nazistische Demonstration in Marktplatznähe stattfand, ließ die Parteien und BürgerInnen dennoch kalt. Es blieb bei verbalen Ausgüssen. Diese boten dennoch eine gute Grundlage Flyer zum Thema an BürgerInnen zu verteilen.

Um ca. 13 Uhr leiteten die Neonazis, die dem Spektrum „autonome Nationalisten“ angehören, durch eine kurze und sehr leise Kundgebung eine spontane Demonstration ein. Bereits da wurde lautstark und kreativ durch AntifaschistInnen gestört. Abgeschirmt durch die Polizei marschierten die Nazis durch Ahlen, die vorerst durch AntifaschistInnen begleitet und laute Parolen wie „Nie wieder Bake“ gestört werden konnten. Doch bereits nach einer kurzen Strecke ließen PolizistInnen die GegendemonstrantInnen nicht mehr auf die Naziroute. Man versuchte in Gruppen heranzukommen, was größtenteils durch eine überhöhte Anzahl an Team Grün Schwierigkeiten brachte.
Nach ungefähr einer Stunde versammelten sich die Neonazis wieder am Bahnhof und konnten mit Hilfe der Polizei ihren Zug nach Hause nehmen.
Einzelne Nationalisten mussten jedoch auf Taxen ausweichen, was ihnen zum Verhängnis wurde und bei AntifaschistInnen für Schmunzeln sorgte. Das zweite Taxi fuhr dem ersten hinten rein. Ein großer Schaden entstand nicht, da die Taxen nach kurzer Zeit weiterfahren konnten. Trotzdem wird der Zusammenstoß den Nationalisten einen Schock eingejagt haben.

Um 17 Uhr versammelten sich hauptsächlich Mitglieder der Linkspartei und dessen Jugendorganisation [’solid] am Hauptbahnhof und starteten von dort aus ihre Demonstration unter dem Motto: „Ahlen bleibt bunt. Braun ist scheiße!“. Auch dort zeigte sich die Polizei in einer übertriebenen Präsenz.

Impressionen

WDR Video zum Tag

Time to say goodbye *09.04.*

Zur Zeit stehen zwei Mitglieder der Autonomen Nationalisten Ahlen vor dem Jugendschöffengericht in Ahlen.
Daniel Bake und Dirk Splettstößer bilden den Führungskader der ANA und werden wegen verschiedener Delikte, die bis in das Jahr 2006 zurückführen, am 9.April zur Verantwortung gezogen.

Time to say Goodbye
-Urteilsverkündung im Prozess gegen 2 Neonazis aus Ahlen-

Den beiden Angeklagten werden zahlreiche, u.a rechtsmotivierte , Straftate vorgeworfen

-Zeigen nationalsozialistischer Symbole.
-Landfriedensbruch
-Verstoß gegen das Vermummungsgesetz.
-Verstoß gegen das Waffengesetz
-Schwere Körperverletzung ( dabei kamen u.a Totschläger und Pfefferspray zum Einsatz.)
-Sachbeschädigung
-Widerstand gegen die Staatsgewalt
-Stehlen von Verkehrschildern
-Volksverhetzung
-Morddrohungen

Dem Hauptangeklagten drohen bis zu 3 ½ Jahre Freiheitsentzug

Am 30.03 zeigten Neonazis aus vielen Städten NRW ’s auf einer spontanen Demonstration ihre Solidarität, nachdem Bake am 6. Verhandlungstag inhaftiert wurde.
Seit nun mehr als drei Jahren ist die ANA aktiv, jedoch wird das öffentliche Bild der Naziaktivitäten in Ahlen und der Umgebung, aufgrund ihrer angeblich geringen Mitgliederzahl, heruntergespielt.
Dabei spricht das Stadtbild, welches durch auffallende Graffitis und Aufkleber mit rassistischen, antisemitischen und ausländerfeindlichen Inhalten das Stadtbild prägt, eine andere Sprache.
Für die nahe Zukunft wurden weiter Aktionen seitens der Autonomen Nationalisten angekündigt.
Dies gilt es mit allen Mitteln zu Verhindern.

Der Treffpunkt ist um 10 Uhr am Bahnhof in Ahlen.
Nach der Urteilsverkündung um 11 Uhr ist mit einer spontanen Demonstration der autonomen Nationalisten zu rechnen!
Fahrt in Gruppen, da sich auch die Nazis zeitnah am Bahnhof treffen wollen. Um 12 Uhr findet eine bürgerliche Kundgebung gegen
rechts am Marktplatz statt und um 17 Uhr ruft die Linksjugend
zu einer Demonstration am Bahnhofsvorplatz unter dem Motto:‚Ahlen bleibt Bunt- Braun ist Scheiße’ auf.

30.03 – Neonaziaufmarsch in Ahlen

Am 30.03.09 fand ein Naziaufmarsch mit ca. 60 Rechtsradikalen in Ahlen statt.
Ausschlaggebend für die Demonstration war die Inhaftierung Daniel Bakes an diesem, dem 7. Verhandlungstag. Ihn erwartet eine Haftstrafe von bis zu 3 1/2 Jahren.
Um 19 Uhr versammelten sich Gruppierungen aus der Szene der autonomen Nationalisten aus Hamm, Dortmund, Essen und weiteren Städten aus dem Ruhrpott.
Skandierte Parolen wie „frei, sozial und national“ lösten bei der örtlichen Bevölkerung nur Kopf schütteln aus. An der Polizeistation bildete sich schnell eine Gegengruppe aus AntifaschistInnen und MigrantInnen. Gegenaktionen konnten nicht effektiv durch gesetzt werden, da die Polizei die GegendemonstrantInnen direkt einkesselte. Nur Einzelpersonen konnten der Nazidemonstration folgen, Fotos machen, sowie einzeln die Demonstration durch Gegenrufe stören.
Gegen 21 Uhr wurde die Demonstration durch eine kurze, inhaltsleere Kundgebung am Bahnhof abgeschlossen. Fest steht jedoch, dass bis zur Urteilsverkündung am 09.04. weitere Aktionen der Neonazis angekündigt wurden.

Artikel zum Thema in der Ahlener Zeitung

Infos zum Tag der Urteilsverkündung!



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