Archiv für Mai 2009

Neonazis beim Sprayen und Stickern erwischt

Ahlen – Aufkleber der Autononem Nationalisten Ahlen (ANA) klebten nach Polizeiangaben von Freitag ein 18-jähriger Beckumer, ein 17-jähriger Hammenser und eine bislang unbekannte Person auf Laternen im Ahlener Stadtgebiet.

Ein 19-jähriger Ahlener beobachtete die drei Männer und informierte die Polizei. Er wies die Beamten auf die Aufkleber mit dem Schriftzug „Genug ist genug! BRD-Gesinnungsjustiz abschalten!…“ hin, die an mehren Laternen aufgeklebt waren.

Im Bereich der Weststraße / Hammer Straße stellten Einsatzkräfte Hakenkreuze in roter Farbe auf Wahlplakaten und Schriftzüge auf einem Stromkasten sowie einem Bushaltestellenhäuschen fest. Auf der Königstraße sahen die Ordnungskräfte die beiden jungen Männer und kontrollierte sie. Sie hatten die Aufkleber sowie rote und grüne Sprühfarbe dabei. Die Gegenstände wurden sichergestellt und Strafverfahren gegen den Hammer und Beckumer eingeleitet. Die Ermittlungen nach dem dritten Tatverdächtigen dauern an. Mangels Kontakt zu seinen Eltern wurde der 17-Jährige dem Jugendamt übergeben, das sich um die weitere Unterbringung kümmerte.

Die Polizei geht davon aus, dass die jungen Männer auch in anderen Bereichen der Innenstadt in Erscheinung traten. Zeugen werden gebeten, die Polizei unter der Telefonnummer 96 50 zu informieren.

Quelle: Ahlener Zeitung

23.05.09- Spontandemonstration in Dortmund nach Naziüberfall

Aufruf zur antifaschistischen Spontandemonstration „Gegen Neonazis und Dortmunder Zustände“ am 23.05.2009 in Dortmund!

Am Sonntagmorgen, gegen 1 Uhr früh, griffen etwa zehn dunkel gekleidete Personen einen 40jährigen Mann an und schlugen so heftig auf ihn ein, dass die Ärzte im Krankenhaus von akuter Lebensgefahr sprechen. Das Opfer liegt weiterhin im künstlichen Koma. Die Polizeipresse spricht in diesem Zusammenhang von einem „versuchte[n] Tötungsdelikt“. Die Staatsanwaltschaft hüllt sich bisher weitgehend in Schweigen und will zu dem Vorfall keine konkreteren Angaben machen. Die Täter konnten vorerst flüchten, sind aber bekannt und stehen unter massivem Druck, sich der Polizei zu stellen. Laut Presseberichten hätten sich die Angreifer den Mann „gezielt ausgesucht“: Auf im Internet veröffentlichten Bildern ist das Opfer mit einem antifaschistischen T-Shirt zu sehen, welches er auch in der Nacht des Überfalls getragen haben soll.

Egal was die offiziellen Ermittlungen letztlich ergeben: Es ist in Dortmund nicht unwahrscheinlich Opfer neonazistischer Gewalt zu werden. Dass die Stadt ein großes Naziproblem hat, zeigt sich nicht nur an dem jährlich stattfindenen bundesweiten Naziaufmarsch zum „Antikriegstag“ in Dortmund. Denn nicht vergessen werden dürfen die Internet-„Outings“ zumeist jugendlicher Linker, tätliche Angriffe auf AntifaschistInnen, attackierte Wahlkreisbüros von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE, Anschläge auf das HippiH-Haus, die Zone 10 und das Taranta Babu, sowie die vier von Neonazis begangenen Morde in Dortmund. Diese sprechen eine deutliche Sprache und sind Beweis genug für die hiesige Nazibedrohung.

Deshalb haben wir allen Grund unseren Protest auf die Straße zu tragen. Nach dem brutalen Naziangriff auf die DGB-Kundgebung am 1. Mai, jetzt noch ein versuchter Mord auf Grund des Tragens eines T-Shirts mit antifaschistischem Slogan. Es reicht!

Kein Vergessen den Opfern neonazistischer Gewalt!
Gegen Neonazis und Dortmunder Zustände!
Keine Homezone für Nazis!

Deshalb kommt zur antifaschistischen Spontan-Demonstration:
23.05.2009 (Samstag) / 13 Uhr / Dortmund / Hauptbahnhof (Vorplatz)

8.Mai – antifaschistische Demonstration in Köln!

Die Konsequenzen ziehen: Deutschland auflösen!
Aufruf zur antifaschistischen Demonstration am 8. Mai 2009 in Köln
08.05.2009 | 19.00 Uhr | Köln Hauptbahnhof

Am 8. Mai 1945 wurde die Gesamtkapitulation Deutschlands besiegelt. Mit ihr endete der 2. Weltkrieg und die deutsche Barbarei, die über 60 Millionen Menschen das Leben kostete. In ihrem völkischen und antisemitischen Wahn versuchten die Deutschen alle Menschen zu vernichten, die ihnen als „Volksschädlinge“ erschienen. Es waren Juden und Jüdinnen, KommunistInnen, Homosexuelle, Sinti und Roma und viele andere Menschen, denen das Konzept der deutschen Volksgemeinschaft keinen Platz ließ. Resultierend aus einem antisemitischen und falschen Kapitalismusverständnis, das jüdisch-identifizierte Menschen zu den Drahtziehern des Kapitalismus erklärte, wurden Juden und Jüdinnen ab 1933 verstärkt und kontinuierlich aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen. Einige Jahre später brannten die NS-begeisterten Deutschen Synagogen nieder und plünderten jüdische Geschäfte. Es wurden Konzentrations- und Vernichtungslager errichtet, in die verhaftete Juden und Jüdinnen deportiert worden sind. Über sechs Millionen fanden dort in Gaskammern, durch Arbeit oder Krankheit ihren Tod. Selbst als die militärische Zerschlagung Nazideutschlands kurz bevor stand, lief die Vernichtung auf Hochtouren. So wurden noch zahlreiche KZ-Häftlinge auf so genannten „Todesmärschen“ durch die Kälte getrieben – vielen starben. All dies zeigt, wie die Deutschen, von einem eleminatorischen Antisemitismus getriebenen, darauf aus waren, jedes jüdische Leben zu vernichten. (mehr…)




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