Archiv für März 2010

Linke Freiräume erkämpfen! – Demo 03.04.10 Dortmund

Aufruf zur antifaschistischen Demonstration in Gedenken an Thomas “Schmuddel” Schulz am 03.04.2010 in Dortmund!

what’s wrong?
Vor nunmehr fünf Jahren wurde der Punk Thomas „Schmuddel“ Schulz mitten in der belebten Dortmunder Innenstadt von einem jugendlichen Neonazi brutal niedergestochen. Thomas erlag wenig später seinen Verletzungen. Auch in diesem Jahr werden wir wieder lautstark und eindringlich darauf hinweisen, dass es in Dortmund ein massives Problem mit Neonazis gibt und abermals werden wir die gesellschaftlichen Verhältnisse fokussieren, die Antisemitismus, Rassismus, Sexismus, Homophobie und andere Scheußlichkeiten täglich aufs Neue reproduzieren. Wir wollen Thomas und allen anderen Opfern extrem rechter Gewalt gedenken und unseren Protest gegen kapitalistische Verwertungslogik, nationales Zwangskollektiv und gesellschaftliche Gewaltverhältnisse auf die Straße tragen.

Wie jedes Jahr rufen wir deshalb zur antifaschistischen Thomas-Schulz-Gedenkdemonstration in Dortmund auf!

Kommt zur antifaschistischen Demonstration:
03.04.2010 | 16:00 h | Dortmund | Hauptbahnhof (Vorplatz)

No-go-areas für Nazis erkämpfen!
Deutschland in den Rücken fallen!
Für eine starke antifaschistische Jugendkultur!
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Rechtes märchenland zerlegen – 27./28.März Duisburg

Für ein selbstbestimmtes Leben – Rechtes Märchenland zerlegen!

Der März wird heiß
Die rechtspopulistische „Bürgerbewegung pro NRW“ kündigt für das letzte Märzwochenende eine „internationale Konferenz für die Einführung eines Minarettverbots“ an. Neben mehreren Aktionen im Ruhrgebiet, soll der Höhepunkt dieses Wochenendes ein „Sternmarsch“ am 28. März auf die Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh sein. Die Abschlußkundgebung ist von 11 bis 19 Uhr vor der Moschee angemeldet. Ganz in der Tradition der bereits gefloppten „Anti-Islamisierungs Kongresse“ in Köln kündigt pro NRW 1000 Teilnehmer_innen an.
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Erfolgreiche Informationsveranstaltung über „autonome Nationalisten“

Trotz Drohungen seitens der Neonazis aus Ahlen konnte heute die Informationsveranstaltung über die „autonomen Nationalisten“ ohne Störungen durchgeführt werden. Nach den Vorfällen in Kamen hatte die Polizei diese sehr ernst genommen und reiste direkt mit einer Hundertschaft an. Pünktlich um 19 Uhr begann der Referent mit seinem Vortrag. Eingegangen wurde auf die Entwicklungsgeschichte, das Selbstverständnis, die Kleidung, Symbolik, das Verhältnis zu anderen neonazistischen Organisationen wie der NPD, sowie auf die Ideologie etc.. Abgeschlossen wurde mit einer Diskussion. Dabei stach besonders die Aussage des Referenten hervor, dass mit einer „Symbolpolitik“ nicht gegen extrem rechte Strukturen vorgegangen werden kann. Wir schließen uns dem an, denn ob nun für Toleranz, Multi-Kulti oder Demokratie demonstriert wird – dadurch werden stets die Ursachen für gesellschaftliche und politische Probleme in den Schatten gestellt. Deshalb fordern wir die Ahlener Politiker und die Bevölkerung auf, sich offensiv gegen Neonazis zustellen, dabei natürlich nicht die präventiven Maßnahmen außer Acht zu lassen, sich aber auch nicht in leeren Worthüllen zu verlieren.

LOTTA Nr. 38 ab sofort im BÜZ!

Schwerpunkt Frühjahr 2010: NS-Vergangenheit und Erinnerungskultur – Zwischen Verdrängung und Aneignung (mehr…)

Kamen – Neonazis greifen Infoveranstaltung im GAL-Zentrum an – 14.03.2010

Polizei greift nicht ein. Antifaschisten wehren Angreifer ab.

Kamen. Am Sonntagnachmittag haben circa 40 Neonazis eine Infoveranstaltung im GAL-Zentrum in Kamen überfallen. Die Rechten, die mit dem Nahverkehrsbus bis Kamen Markt angereist waren, liefen zielstrebig zum GAL-Zentrum in der Güldentröge. Dort angekommen begannen sie mitgeführte Wurfgeschosse in den Hof zu schmeißen. In der minutenlangen Straßenschlacht versuchten sie mehrfach unter Parolen wie „Hasta la Vista, Antifascista“ („Auf Wiedersehen, Antifaschismus“) in den Hof vorzudringen, wurden daran jedoch von den anwesenden Besuchern der Veranstaltung gehindert. (mehr…)

Nazikundgebung 13. März 2010 Ahlen

Am Samstag, den 13. März 2010 um 11.30 Uhr, zwei Tage nach der letzten Kundgebung (wir berichteten), positionierten sich die Ahlener Neonazis, auch bekannt als „autonome Nationalisten Ahlen“, mit ihren üblichen „Nazikameraden“ aus Hamm, Dortmund, Unna, Oelde etc., um der Ahlener Bevölkerung mitzuteilen, dass ein „Nationaler Sozialismus“ möglich sei. (mehr…)

Linke, antifaschistische Politik und Kultur sind nicht „extremistisch“, sondern extrem wichtig!

Viele Passanten reagieren verständnislos auf die Demos der einen wie der anderen Extremen: „Den Einsatz müssten die alle selber zahlen“, regt sich ein Mann im Vorbeigehen auf., Und eine ältere Dame: „Das müsste verboten werden, so was!“ Quelle: Ahlener Zeitung

Solche und viele andere Aussagen in der Ahlener Presse veranlassen heute zu kräftigem Kopfschütteln. „Nazis sind schlechte Deutsche“, propagierte Bürgermeister Benedikt Ruhmöller auf seiner spontan angemeldeten Kundgebung für Toleranz, Multi-Kulti und natürlich Demokratie. Abgesehen davon, dass die Presse die ekligsten Stammtischparolen von Ahlener BürgerInnen veröffentlicht, bedient sich diese selbst des immer lauter werdenden Extremismusansatzes. Dem zugrunde liegt die Extremismusformel, wonach eine politische Mitte der Gesellschaft existiere, die sich von politischen Extremen klar abgrenzen ließe und von ihnen gleichermaßen bedroht sei.
Dies hat jedoch mit der politischen und gesellschaftlichen Realität nichts zu tun und nimmt die Möglichkeit sich kritisch und emanzipatorisch mit den Ursachen jener Probleme auseinander zusetzen. Deswegen unterstützen wir hiermit den Aufruf „Gemeinsam gegen jeden Extremismus? Nicht mit uns!“ der Initiative INEX. (mehr…)

Neonaziaktion am 11.März 2010 in Ahlen

Am Donnerstag, den 11. März 2010, veranstalteten „autonome“ Nationalisten aus Ahlen eine „Kundgebung“ und „Demonstration“ gegen Medienhetze und Polizeirepression. Dazu waren größtenteils Nationalisten aus der Umgebung, wie Hamm und Dortmund, angereist. Anwesend waren unter anderem Sascha Krolzig, Michael Brück sowie auch die Ahlener Nazis Maik Stockhaus und Matthias Deyda. (mehr…)

Razzia gegen rechte Szene

Es folgt ein Artikel aus der Ahlener Zeitung, erschienen am 06. März 2010.

Ahlen – Mit einem Großaufgebot stellten Polizeibeamte am Donnerstagabend in einer Gaststätte die Personalien von Rechtsextremen fest. Die Beamten trafen dort auf acht Personen, die vorübergehend zur Polizeiwache gebracht wurden.
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Vortrag zu den Autonomen Nationalisten in Ahlen

Angesichts der alljährlich stattfindenden Woche der Brüderlichkeit, findet in diesem Jahr auch eine Veranstaltung über „autonome“ Nationalisten in der Familienbildungsstätte Ahlen statt.

Jan Schedler: „Die Autonomen Nationalisten“
Strategien der extremen Rechten: Hintergründe-Analysen-Antworten

Sie sind in der Stadt Ahlen glücklicherweise nur eine kleine Minderheit. Mit Unterstützung von Gesinnungsgenossen aus Dortmund schaffen es die „Autonomen Nationalisten Ahlen (ANA) jedoch gelegentlich, mit meist illegalen, neofaschistischen Aktionen in die Öffentlichkeit zu gelangen. Dabei geben sie sich jugendfreundlich, nutzen die Möglichkeiten des Internets und haben mit der alten NPD schon rein äußerlich nicht viel gemein.

Der Referent, der über die Entstehung, die Ideologie und die Arbeit der AN informiert, ist Dipl.-Sozialwissenschaftler und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum (Lehrstuhl Politisches System Deutschlands) und erforscht seit mehreren Jahren die Ideologie und die Arbeit der „Autonomen Nationalisten“.

Der Vortrag kann helfen, Signale für diese rechten Tendenzen im eigenen Umfeld (Familie, Freunde, Bekannte) frühzeitig zu erkennen und zu reagieren.

Termin: Mittwoch, 17. März 2010 – 19.00 Uhr

WICHTIG: Für die Teilnahme ist eine schriftliche Anmeldung erforderlich!




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