Ahlen: Neonazi Stockhaus zu einer Geldstrafe verurteilt

Mit einer halbstündigen Verspätung begann am 08. November 2010 im Ahlener Amtsgericht der Prozess gegen den bekannten Neonazi Maik Stockhaus, der vor kurzem in seiner Nachbarschaft geoutet wurde. Angeklagt war dieser wegen einer Körperverletzung Anfang des Jahres gegen einen 16- Jährigen Schüler. Mit den Worten: „Ich werde es dir schon zeigen“ schlug Stockhaus diesem gegen das Jochbein. Der Schüler erklärt sich Stockhaus gewalttätiges Auftreten gegen ihn mit einer Diskussion in einem sozialen Netzwerk. Dort hat er sich gegenüber einer neonazistischen Demonstration geäußert. Dass es sich um eine politisch motivierte Tat handelte, wurde dennoch mit keinem Wort vom Richter erwähnt.

Stockhaus wurde bereits 2008 aufgrund eines Verstoßes gegen das Betäubungsgesetz (Amphetamine, Ecstasy etc.) zu einer Geldstrafe verurteilt. Auch diesmal kommt er mit einer Strafe von 30 Tagessätzen zu 15 Euro und dem Tragen der Gerichtskosten davon. Während der ganzen Verhandlung wollte sich Stockhaus nicht zu seiner Tat äußern, geschweige denn irgendwelche Anzeichen von Reue zeigen. Skurril deshalb seine abschließenden Worte: „Ich sag da gar nichts mehr zu“. Dass Stockhaus sich von dieser Strafe beeindrucken lässt, ist ziemlich unwahrscheinlich. Er verließ mit einem Lächeln das Gerichtsgebäude. Trotzdem machte ihm der Richter klar, falls sich so etwas ähnliches wiederhole, käme die Angelegenheit in andere Dimensionen, namentlich einer Freiheitsstrafe.





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