Archiv der Kategorie 'Naziaktivitäten in der Umgebung'

Ahlen: Neonazi Stockhaus zu einer Geldstrafe verurteilt

Mit einer halbstündigen Verspätung begann am 08. November 2010 im Ahlener Amtsgericht der Prozess gegen den bekannten Neonazi Maik Stockhaus, der vor kurzem in seiner Nachbarschaft geoutet wurde. Angeklagt war dieser wegen einer Körperverletzung Anfang des Jahres gegen einen 16- Jährigen Schüler. Mit den Worten: „Ich werde es dir schon zeigen“ schlug Stockhaus diesem gegen das Jochbein. Der Schüler erklärt sich Stockhaus gewalttätiges Auftreten gegen ihn mit einer Diskussion in einem sozialen Netzwerk. Dort hat er sich gegenüber einer neonazistischen Demonstration geäußert. Dass es sich um eine politisch motivierte Tat handelte, wurde dennoch mit keinem Wort vom Richter erwähnt.

Stockhaus wurde bereits 2008 aufgrund eines Verstoßes gegen das Betäubungsgesetz (Amphetamine, Ecstasy etc.) zu einer Geldstrafe verurteilt. Auch diesmal kommt er mit einer Strafe von 30 Tagessätzen zu 15 Euro und dem Tragen der Gerichtskosten davon. Während der ganzen Verhandlung wollte sich Stockhaus nicht zu seiner Tat äußern, geschweige denn irgendwelche Anzeichen von Reue zeigen. Skurril deshalb seine abschließenden Worte: „Ich sag da gar nichts mehr zu“. Dass Stockhaus sich von dieser Strafe beeindrucken lässt, ist ziemlich unwahrscheinlich. Er verließ mit einem Lächeln das Gerichtsgebäude. Trotzdem machte ihm der Richter klar, falls sich so etwas ähnliches wiederhole, käme die Angelegenheit in andere Dimensionen, namentlich einer Freiheitsstrafe.

Antifa Actionweek – 22-29. Oktober!

22. Oktober 2010: Nazikundgebung in Ahlen verhindern!
Am Abend des 22. Oktober, einen Tag vor einer Neonazidemonstration in Hamm, werden nun zum wiederholten Male Neonazis aus Ahlen und Umgebung eine Kundgebung am Ahlener Bahnhof abhalten. Dass die Vorabendkundgebung der „Autonomen Nationalisten“ in Ahlen stattfindet, ist kein Zufall. Ganz im Gegenteil kennzeichnet sich die lange Liste der Aktivitäten der Ahlener Neonazis durch eine enge Zusammenarbeit mit den umliegenden Kameradschaften. Obwohl die örtliche Presse die „Autonomen Nationalisten Ahlen“ nicht mehr in den Mittelpunkt ihrer Berichterstattung stellt, ist es nicht ruhiger um sie geworden. AntifaschistInnen werden bedroht, Wände mit antisemitischer Hetze beschmiert und Postkästen mit rechter Propaganda gefüllt – und ein Ende ist nicht in Sicht.
Unter dem Motto „Die BRD vernichtet unsere Zukunft – Volkstod stoppen“ bedienen sie sich einiger populistischer Thesen, mit denen sich insbesonders auch Thilo Sarrazin in letzter Zeit medienwirksam in den Vordergrund rückte. Der gesamte Aufruf

23. Oktober 2010: Dem Naziaufmarsch in Hamm entgegentreten
Kampf der Volksgemeinschaft und nationalen Identität!

Worum geht’s?

Für den 23.10.2010 haben Nazis aus Hamm und Umgebung einen Aufmarsch unter dem Motto „Das System bringt uns den Volkstod! – Freie Völker statt freie Grenzen!“ angekündigt. In dem Aufruf zur Demonstration wird davon gesprochen, dass „der deutsche Volkstod“ von Politiker_innen der BRD geplant sei, und die einzige Lösung zur Abwendung dieses Plans der „Nationale Sozialismus“ sei. Und dieses „Naturgesetz“ gelte es durch zusetzten und ein „Umschwung im nationalen und sozialen Sinne“ stehe kurz bevor. Des Weiteren wird die Demonstration als eine „Freiheits-Demonstration“ bezeichnet. Dass sich diese vermeintliche „Freiheit“ nur auf Menschen bezieht, die nach neonazistischer Definition „Deutsche“ seien wird schnell deutlich. Der gesamte Aufruf

29. Oktober 2010: Antifa Konzert in Hamm


++++ Antifa-Konzert ++++ Wann: 29.Oktober.2010 / Einlass 18.30 / Beginn 19.00 ++++ Wo: Jugendzentrum Südstraße / Südstraße 28 / 59065 Hamm ++++ Eintritt 3 Euro ++++ Infos zur Anreise folgen ++++

Keine Homezone für Nazis – 30.10.10 – Höxter

Was geht ab?

In Zeiten politischer Krisen, einer wachsenden Konkurrenzgesellschaft und wirtschaftlichen Engpässen rücken auch rechte Tendenzen immer mehr in die Mitte der Bevölkerung.Diese Entwicklung macht auch vor dem Kreis Höxter nicht halt.
Sexistische Werbung, homophobe Musik und rassistische Ausgrenzungsmechanismen vereinnahmen die Menschen zusehends. Diese Manipulation bildet den Nährboden für faschistische Organisationen, die durch diese Veränderung profitieren.
Für den Kreis Höxter bedeutet dies die Konfrontation mit der NPD, ProNRW, der DVU und vorallem der sogenannten „Freien Kameradschaft Höxter“.
Speziell gegen diesen Zusammenschluss von Jugendlichen und Erwachsenen, die ihr nationalsozialistisches Gedankengut an ihr Umfeld weitergeben richtet sich unser Widerstand, unser Protest. (mehr…)

Bad Nenndorf – Naziaufmarsch verhindern! 14.08.2010

Auch diesen August wollen wieder hunderte Neonazis aus Deutschland und dem benachbarten Ausland ihren „Gedenk“- Marsch in Bad Nenndorf abhalten. Ihrer Darstellung nach trauern sie um die Menschen, die während ihrer Inhaftierung im Winklerbad verstorben sind. Das Winklerbad war nach dem 2. Weltkrieg Verhörlager der britischen Armee, in dem u. a. Oswald Pohl, SS-General und Leiter des SS- Wirtschafts- & Verwaltungshauptamtes und somit zuständig für die Konzentrationslager inhaftiert war. In Wahrheit geht es ihnen aber nur darum, die Geschichte zu ihren Gunsten um zu deuten. Aus deutschen Tätern sollen Opfer „alliierter Gewaltherrschaft“ werden. Die Teilnehmerzahlen an diesem Aufmarsch steigen von Jahr zu Jahr. Es ist der größte Aufmarsch Norddeutschlands und der drittgrößte in der BRD. (mehr…)

Nazikundgebung in Dortmund – 08.Juli 2010

Es folgt ein Aufruf des Antifa Bündnis Dortmund

Am kommenden Donnerstag, dem 8. Juli, wollen Dortmunder Neonazis ab 18.30 Uhr eine Kundgebung oberhalb der Freitreppen gegenüber dem Hauptbahnhof abhalten. Nachdem Dortmunder Antifaschist_innen die Stadt dazu bewegen konnten, den Nazis das Haus wegzukaufen, indem sich das „Nationale Zentrum“ – ein regelmäßiger Treffpunkt und Veranstaltungsort für zahlreiche extrem rechte Vorträge – befindet, zeigen sie sich mächtig echauffiert und gehen gleich mal auf die Straße, um ihrem Ärger Luft zu machen. (mehr…)

8. Mai 2010 Ahlen – Nazis schmollen

An die 30 nationale Sozialisten versammelten sich am vergangenen Samstag gegen 14 Uhr am Ahlener Hauptbahnhof um geschichtsrevisionistische Propaganda zu verbreiten. Dank dem Einsatz alliierter Streitkräfte kapitulierte Nazideutschland am 8. Mai 1945 bedingungslos. Seitdem gilt dieser Tag als offizieller Tag der Befreiung vom Faschismus. Wie bereits im letzten Jahr geschehen, sollte die extrem rechte Kundgebung am Kriegerdenkmal in der Innenstadt stattfinden. Begnügen mussten sich die Neonazis jedoch letztendlich mit dem Bahnhofsvorplatz, eingegrenzt von der Polizei. (mehr…)

Kamen – Neonazis greifen Infoveranstaltung im GAL-Zentrum an – 14.03.2010

Polizei greift nicht ein. Antifaschisten wehren Angreifer ab.

Kamen. Am Sonntagnachmittag haben circa 40 Neonazis eine Infoveranstaltung im GAL-Zentrum in Kamen überfallen. Die Rechten, die mit dem Nahverkehrsbus bis Kamen Markt angereist waren, liefen zielstrebig zum GAL-Zentrum in der Güldentröge. Dort angekommen begannen sie mitgeführte Wurfgeschosse in den Hof zu schmeißen. In der minutenlangen Straßenschlacht versuchten sie mehrfach unter Parolen wie „Hasta la Vista, Antifascista“ („Auf Wiedersehen, Antifaschismus“) in den Hof vorzudringen, wurden daran jedoch von den anwesenden Besuchern der Veranstaltung gehindert. (mehr…)

Nazikundgebung 13. März 2010 Ahlen

Am Samstag, den 13. März 2010 um 11.30 Uhr, zwei Tage nach der letzten Kundgebung (wir berichteten), positionierten sich die Ahlener Neonazis, auch bekannt als „autonome Nationalisten Ahlen“, mit ihren üblichen „Nazikameraden“ aus Hamm, Dortmund, Unna, Oelde etc., um der Ahlener Bevölkerung mitzuteilen, dass ein „Nationaler Sozialismus“ möglich sei. (mehr…)

Neonaziaktion am 11.März 2010 in Ahlen

Am Donnerstag, den 11. März 2010, veranstalteten „autonome“ Nationalisten aus Ahlen eine „Kundgebung“ und „Demonstration“ gegen Medienhetze und Polizeirepression. Dazu waren größtenteils Nationalisten aus der Umgebung, wie Hamm und Dortmund, angereist. Anwesend waren unter anderem Sascha Krolzig, Michael Brück sowie auch die Ahlener Nazis Maik Stockhaus und Matthias Deyda. (mehr…)

Razzia gegen rechte Szene

Es folgt ein Artikel aus der Ahlener Zeitung, erschienen am 06. März 2010.

Ahlen – Mit einem Großaufgebot stellten Polizeibeamte am Donnerstagabend in einer Gaststätte die Personalien von Rechtsextremen fest. Die Beamten trafen dort auf acht Personen, die vorübergehend zur Polizeiwache gebracht wurden.
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Lokalzeit-Bericht (WDR) über die AN-Ahlen

Abermals drehte der WDR über die Aktivitäten und geistigen Ergüsse der „autonomen“ Nationalisten Ahlen auf ihrer sogenannten „Weltnetzseite“. Zu Wort kommen die jüdische Gemeinschaft Westfalen, die Staatsanwaltschaft Münster und Mitglieder der Linksjugend Ahlen.

Auch zwei Zeitungsartikel erschienen zu Naziaktivitäten in der Glocke:

„Hitlerrufe und dreister Einbruch“

„Polizei nimmt Männer nach Hissen einer Nazi-Fahne fest“

Erneute Schmierereien der ANA

Es folgt ein Artikel aus der Ahlener Zeitung:

Bürgerzentrum will in Ahlen Allianz gegen Rechts schmieden

Ahlen – Für Christiane Busmann ist das Maß jetzt voll. Zum wiederholten Mal ist die Schuhfabrik Opfer von Hakenkreuz-Schmierereien geworden. „Ich lasse mir diese Unverschämtheiten nicht mehr bieten“, stellt die Geschäftsführerin des Bürgerzentrums (Büz) unmissverständlich fest. Und hat umgehend die Polizei informiert, die die Schmierereien für eine Anzeige dokumentiert hat.
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ANA feiern „heldenhafte SA“

Wenige Tage vor dem Kino-Start des Films „Unter Bauern – Retter in der Nacht“, der das Leben der Jüdin Marga Spiegel schildert, die ebenso wie ihr Mann und ihre Tochter von Bauern aus dem Münsterland zwei Jahre lang versteckt wurde und so dem sicheren Tod in einem Nazi-KZ entging (http://www.unterbauern-derfilm.de/), feiern die örtlichen Neonazis die „heldenhafte Arbeit der Ahlener SA-Gruppe“.

Die habe es, so heißt es in einem etwas eigenwilligen Deutsch auf der Internetseite der „Autonomen Nationalisten Ahlen“, „gegen allen Umständen (wie z.B die Zahlenmäßige Überlegenheit der Kommunisten)“ geschafft, „die Ziele der Nationalsozialistischen Politik durchzusetzen“. Dabei habe die SA-Gruppe „die Machtverhältnisse nicht nur in den Stadträten aufgeklärt“. Was damit gemeint ist, wird gleich im nächsten Satz erklärt: „In der Reichskristallnacht wurde auch die Ahlener Synagoge in Brand gesetzt. Während Marga Spiegel vor der SA floh, wurde Ihr Mann, Siegmund Spiegel vor der Synagoge totgschlagen.“

Letzteres stimmt allerdings nicht: Siegmund Spiegel überlebte in seinem Versteck ebenso wie seine Frau und seine Tochter. Gemeint sein könnte Marga Spiegels Vater, der ebenfalls Siegmund hieß. Der allerdings wurde nicht in der Pogromnacht vor der Synagoge umgebracht. Er kam im Sommer 1938 im KZ Sachsenhausen ums Leben – offizielle Todesursache: „innere Blutungen“.

Solche „Details“ freilich scheinen den Ahlener Neonazis aber auch nicht wichtig zu sein angesichts ihrer „heldenhaften“ Ahnen. Sie freuen sich: „Nach diesen Ereignissen wurde die Stadt Ahlen, sowie die dortige SA Gruppe von dem Führer persönlich für ihre vobildlichen Leistungen geehrt und zur ersten Judenfreien Stadt im dritten Reich erklärt.“

Mittlerweile wurde von der Staatsanwaltschaft Münster ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet.

Quelle

Rechtliche Schritte gegen Kölner Neonazi eingeleitet

Hamm/Köln. Weil die „Kameradschaft Hamm“ unerlaubt mit einem Bild der Siegerin von „Germany’s next Topmodel“ Werbung gemacht haben soll, drohen dem Kölner Neonazi Paul Breuer rechtliche Schritte und möglicherweise ein Gerichtsprozess. Dies geht aus einer Mitteilung der „Freien Kräfte Köln“ (FKK) bzw. des „Freien Netzes Köln“ hervor. Demnach droht eine Anwaltskanzlei im Namen von Lena Gercke bzw. deren Agentur wegen Aufklebern, auf denen Breuer als Verantwortlicher im Sinne des Pressrechts firmiert, Schritte an.

Der ganze Artikel von Klarmann

Gegen den „nationalen Antikriegstag“ am 05.09. in Dortmund

Dem Naziaufmarsch am 05.09.09 in Dortmund entgegentreten!

Für den 5. September 2009 mobilisieren die Dortmunder Neonazis europaweit zum so genannten „nationalen Antikriegstag“. Dieser hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Aufmärsche der sich selbst als „Autonome Nationalisten“ bezeichnenden Nazis entwickelt. Sie nehmen international eine Vorreiterrolle für die aktionsorientierte extreme Rechte ein, so dass der Ausgang des Aufmarsches Relevanz für die kommende Entwicklung der Szene in Deutschland und in Europa haben wird. Dementsprechend hat dieser Aufmarsch mit „Event-Charakter“ eine ganz besondere Brisanz, die nicht nur den Dortmunder Nazistrukturen Aufwind verleihen soll.

Zu diesen jährlich stattfindenden „Aufmärschen“ mobilisierten die Dortmunder Neonazis zum ersten „nationalen Antikriegstag“ 2005 ca. 200 KameradInnen, 2008 kamen bereits ca. 1100 nach Dortmund. Dabei nahm auch das Gewaltpotential auf den Demonstrationen massiv zu. Doch nicht nur im Rahmen der jährlichen Demonstrationen nimmt die Gewalt durch Neonazis zu. Nach dem traurigen Höhepunkt der Ermordung des Punks Thomas „Schmuddel“ Schulz sind immer wieder, und das in zunehmendem Maße, Menschen und Einrichtungen, die nicht in die Ideologie der Neonazis passen, angegriffen worden. Am 1. Mai 2009 sorgte der Angriff der Neonazis auf den Demonstrationszug des DGB für bundesweite Aufmerksamkeit.

Bisher stellten Dortmunder Behörden und Polizei diesem eskalierenden Problem nichts entgegen. Im Gegenteil, sie scheinen hartnäckig darum bemüht zu sein, die Gefahr, die von Neonazis ausgeht, zu relativieren. Es scheint Konzept in dieser Stadt zu sein, die gezielten Überfälle rechter Schlägertrupps zu einem wechselseitigen Rechts-Links-Konflikt zu verklären, um damit zum einen zu verschleiern von wem hier die Gewalt ausgeht und zum anderen den Eindruck zu erwecken, dass die Gesamtgesellschaft sich kaum betroffen bzw. bedroht fühlen muss. In den letzten Jahren entschied die Dortmunder Polizei immer wieder, antifaschistischen Protest zu unterbinden, während sie den Neonazis angenehme Aufmarschbedingungen schuf.

Dabei gerät auch aus dem Blick, dass mit dem Gedenktag „Antikriegstag“ am 1. September eigentlich an den Überfall Deutschlands auf Polen erinnert wird. Mit diesem Überfall wurde der 1. September 1939 zum Beginn des deutschen Vernichtungskrieges. Der Gedenktag „Antikriegstag“ ging dann aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor, die gerade mit Blick auf die Wiederbewaffnung Deutschlands unter dem Motto „Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus!“ zu Aktionen aufrief.

Es gilt nicht nur, sich den Neonazis in den Weg zu stellen, sondern auch die Ursachen des vorherrschenden Problems zu erkennen und dieses entschieden zu bekämpfen – und das nicht nur am Antikriegstag, sondern immer und stets!

Deshalb rufen wir dazu auf, sich am 4. und 5. September an den verschiedensten antifaschistischen Aktionen zu beteiligen.

04.09.2009: Vorabenddemo 18.00 Uhr, Hauptbahnhof

05.09.2009: Antifaschistische Demo 11.00 Uhr, Hauptbahnhof

Neonazis beim Sprayen und Stickern erwischt

Ahlen – Aufkleber der Autononem Nationalisten Ahlen (ANA) klebten nach Polizeiangaben von Freitag ein 18-jähriger Beckumer, ein 17-jähriger Hammenser und eine bislang unbekannte Person auf Laternen im Ahlener Stadtgebiet.

Ein 19-jähriger Ahlener beobachtete die drei Männer und informierte die Polizei. Er wies die Beamten auf die Aufkleber mit dem Schriftzug „Genug ist genug! BRD-Gesinnungsjustiz abschalten!…“ hin, die an mehren Laternen aufgeklebt waren.

Im Bereich der Weststraße / Hammer Straße stellten Einsatzkräfte Hakenkreuze in roter Farbe auf Wahlplakaten und Schriftzüge auf einem Stromkasten sowie einem Bushaltestellenhäuschen fest. Auf der Königstraße sahen die Ordnungskräfte die beiden jungen Männer und kontrollierte sie. Sie hatten die Aufkleber sowie rote und grüne Sprühfarbe dabei. Die Gegenstände wurden sichergestellt und Strafverfahren gegen den Hammer und Beckumer eingeleitet. Die Ermittlungen nach dem dritten Tatverdächtigen dauern an. Mangels Kontakt zu seinen Eltern wurde der 17-Jährige dem Jugendamt übergeben, das sich um die weitere Unterbringung kümmerte.

Die Polizei geht davon aus, dass die jungen Männer auch in anderen Bereichen der Innenstadt in Erscheinung traten. Zeugen werden gebeten, die Polizei unter der Telefonnummer 96 50 zu informieren.

Quelle: Ahlener Zeitung

23.05.09- Spontandemonstration in Dortmund nach Naziüberfall

Aufruf zur antifaschistischen Spontandemonstration „Gegen Neonazis und Dortmunder Zustände“ am 23.05.2009 in Dortmund!

Am Sonntagmorgen, gegen 1 Uhr früh, griffen etwa zehn dunkel gekleidete Personen einen 40jährigen Mann an und schlugen so heftig auf ihn ein, dass die Ärzte im Krankenhaus von akuter Lebensgefahr sprechen. Das Opfer liegt weiterhin im künstlichen Koma. Die Polizeipresse spricht in diesem Zusammenhang von einem „versuchte[n] Tötungsdelikt“. Die Staatsanwaltschaft hüllt sich bisher weitgehend in Schweigen und will zu dem Vorfall keine konkreteren Angaben machen. Die Täter konnten vorerst flüchten, sind aber bekannt und stehen unter massivem Druck, sich der Polizei zu stellen. Laut Presseberichten hätten sich die Angreifer den Mann „gezielt ausgesucht“: Auf im Internet veröffentlichten Bildern ist das Opfer mit einem antifaschistischen T-Shirt zu sehen, welches er auch in der Nacht des Überfalls getragen haben soll.

Egal was die offiziellen Ermittlungen letztlich ergeben: Es ist in Dortmund nicht unwahrscheinlich Opfer neonazistischer Gewalt zu werden. Dass die Stadt ein großes Naziproblem hat, zeigt sich nicht nur an dem jährlich stattfindenen bundesweiten Naziaufmarsch zum „Antikriegstag“ in Dortmund. Denn nicht vergessen werden dürfen die Internet-„Outings“ zumeist jugendlicher Linker, tätliche Angriffe auf AntifaschistInnen, attackierte Wahlkreisbüros von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE, Anschläge auf das HippiH-Haus, die Zone 10 und das Taranta Babu, sowie die vier von Neonazis begangenen Morde in Dortmund. Diese sprechen eine deutliche Sprache und sind Beweis genug für die hiesige Nazibedrohung.

Deshalb haben wir allen Grund unseren Protest auf die Straße zu tragen. Nach dem brutalen Naziangriff auf die DGB-Kundgebung am 1. Mai, jetzt noch ein versuchter Mord auf Grund des Tragens eines T-Shirts mit antifaschistischem Slogan. Es reicht!

Kein Vergessen den Opfern neonazistischer Gewalt!
Gegen Neonazis und Dortmunder Zustände!
Keine Homezone für Nazis!

Deshalb kommt zur antifaschistischen Spontan-Demonstration:
23.05.2009 (Samstag) / 13 Uhr / Dortmund / Hauptbahnhof (Vorplatz)

Tag X für Ahlener Neonazis

Am Donnerstag, den 09.04.09, wurde mit einer leichten Verzögerung das Urteil gegen die zwei ANA-Mitglieder Daniel Bake und Dirk Splettstößer verkündet. Aus der vorerst von der Staatsanwaltschaft geforderten Haftstrafe von 3 1/2 Jahren ohne Bewährung, wurden letztendlich 3 Jahre Jugendhaft für Daniel Bake. Das Urteil kann jedoch noch angefochten werden. Dirk Splettstößer erwarten 10 Monate auf Bewährung, wobei erst in 9 Monaten geklärt wird, ob diese wirklich nur auf Bewährung gestellt werden (JGG §75). Dazu muss Splettstößer 200 Sozialstunden abarbeiten.
Nach der Verlesung des Urteils, begründete der Richter seine Urteile nochmals anschaulich an Hand der Delikte beider Angeklagten und betonte, dass beide weder Einsicht noch Reue im Laufe des Verfahrens gezeigt hatten. Außerdem sprach er bei beiden von Reifeverzögerungen und einem Alkoholproblem.

Bereits vor der Urteilsverkündung füllte sich der Gerichtssaal mit AntifaschistInnen, wodurch verhindert werden konnte, dass sich Neonazis dort versammelten. Diese mussten auf den Gerichtsvorplatz ausweichen, waren jedoch selbst dort von AntifaschistInnen umgeben.
Nach der Urteilsverkündung, wurden Neonazis und GegendemonstrantInnen durch PolizistInnen getrennt. Fotos und Filme wurden vom jeweiligen Gegner gemacht und die ein oder andere Provokation laut.
Zur gleichen Zeit fand eine bürgerliche Kundgebung am Ahlener Marktplatz statt. Dort verkündeten Parteien, der Bürgermeister, sowie Vertreter gesellschaftlicher Gruppen ihre Haltung gegen Rechts. Dass zeitnah eine nazistische Demonstration in Marktplatznähe stattfand, ließ die Parteien und BürgerInnen dennoch kalt. Es blieb bei verbalen Ausgüssen. Diese boten dennoch eine gute Grundlage Flyer zum Thema an BürgerInnen zu verteilen.

Um ca. 13 Uhr leiteten die Neonazis, die dem Spektrum „autonome Nationalisten“ angehören, durch eine kurze und sehr leise Kundgebung eine spontane Demonstration ein. Bereits da wurde lautstark und kreativ durch AntifaschistInnen gestört. Abgeschirmt durch die Polizei marschierten die Nazis durch Ahlen, die vorerst durch AntifaschistInnen begleitet und laute Parolen wie „Nie wieder Bake“ gestört werden konnten. Doch bereits nach einer kurzen Strecke ließen PolizistInnen die GegendemonstrantInnen nicht mehr auf die Naziroute. Man versuchte in Gruppen heranzukommen, was größtenteils durch eine überhöhte Anzahl an Team Grün Schwierigkeiten brachte.
Nach ungefähr einer Stunde versammelten sich die Neonazis wieder am Bahnhof und konnten mit Hilfe der Polizei ihren Zug nach Hause nehmen.
Einzelne Nationalisten mussten jedoch auf Taxen ausweichen, was ihnen zum Verhängnis wurde und bei AntifaschistInnen für Schmunzeln sorgte. Das zweite Taxi fuhr dem ersten hinten rein. Ein großer Schaden entstand nicht, da die Taxen nach kurzer Zeit weiterfahren konnten. Trotzdem wird der Zusammenstoß den Nationalisten einen Schock eingejagt haben.

Um 17 Uhr versammelten sich hauptsächlich Mitglieder der Linkspartei und dessen Jugendorganisation [’solid] am Hauptbahnhof und starteten von dort aus ihre Demonstration unter dem Motto: „Ahlen bleibt bunt. Braun ist scheiße!“. Auch dort zeigte sich die Polizei in einer übertriebenen Präsenz.

Impressionen

WDR Video zum Tag

Time to say goodbye *09.04.*

Zur Zeit stehen zwei Mitglieder der Autonomen Nationalisten Ahlen vor dem Jugendschöffengericht in Ahlen.
Daniel Bake und Dirk Splettstößer bilden den Führungskader der ANA und werden wegen verschiedener Delikte, die bis in das Jahr 2006 zurückführen, am 9.April zur Verantwortung gezogen.

Time to say Goodbye
-Urteilsverkündung im Prozess gegen 2 Neonazis aus Ahlen-

Den beiden Angeklagten werden zahlreiche, u.a rechtsmotivierte , Straftate vorgeworfen

-Zeigen nationalsozialistischer Symbole.
-Landfriedensbruch
-Verstoß gegen das Vermummungsgesetz.
-Verstoß gegen das Waffengesetz
-Schwere Körperverletzung ( dabei kamen u.a Totschläger und Pfefferspray zum Einsatz.)
-Sachbeschädigung
-Widerstand gegen die Staatsgewalt
-Stehlen von Verkehrschildern
-Volksverhetzung
-Morddrohungen

Dem Hauptangeklagten drohen bis zu 3 ½ Jahre Freiheitsentzug

Am 30.03 zeigten Neonazis aus vielen Städten NRW ’s auf einer spontanen Demonstration ihre Solidarität, nachdem Bake am 6. Verhandlungstag inhaftiert wurde.
Seit nun mehr als drei Jahren ist die ANA aktiv, jedoch wird das öffentliche Bild der Naziaktivitäten in Ahlen und der Umgebung, aufgrund ihrer angeblich geringen Mitgliederzahl, heruntergespielt.
Dabei spricht das Stadtbild, welches durch auffallende Graffitis und Aufkleber mit rassistischen, antisemitischen und ausländerfeindlichen Inhalten das Stadtbild prägt, eine andere Sprache.
Für die nahe Zukunft wurden weiter Aktionen seitens der Autonomen Nationalisten angekündigt.
Dies gilt es mit allen Mitteln zu Verhindern.

Der Treffpunkt ist um 10 Uhr am Bahnhof in Ahlen.
Nach der Urteilsverkündung um 11 Uhr ist mit einer spontanen Demonstration der autonomen Nationalisten zu rechnen!
Fahrt in Gruppen, da sich auch die Nazis zeitnah am Bahnhof treffen wollen. Um 12 Uhr findet eine bürgerliche Kundgebung gegen
rechts am Marktplatz statt und um 17 Uhr ruft die Linksjugend
zu einer Demonstration am Bahnhofsvorplatz unter dem Motto:‚Ahlen bleibt Bunt- Braun ist Scheiße’ auf.

30.03 – Neonaziaufmarsch in Ahlen

Am 30.03.09 fand ein Naziaufmarsch mit ca. 60 Rechtsradikalen in Ahlen statt.
Ausschlaggebend für die Demonstration war die Inhaftierung Daniel Bakes an diesem, dem 7. Verhandlungstag. Ihn erwartet eine Haftstrafe von bis zu 3 1/2 Jahren.
Um 19 Uhr versammelten sich Gruppierungen aus der Szene der autonomen Nationalisten aus Hamm, Dortmund, Essen und weiteren Städten aus dem Ruhrpott.
Skandierte Parolen wie „frei, sozial und national“ lösten bei der örtlichen Bevölkerung nur Kopf schütteln aus. An der Polizeistation bildete sich schnell eine Gegengruppe aus AntifaschistInnen und MigrantInnen. Gegenaktionen konnten nicht effektiv durch gesetzt werden, da die Polizei die GegendemonstrantInnen direkt einkesselte. Nur Einzelpersonen konnten der Nazidemonstration folgen, Fotos machen, sowie einzeln die Demonstration durch Gegenrufe stören.
Gegen 21 Uhr wurde die Demonstration durch eine kurze, inhaltsleere Kundgebung am Bahnhof abgeschlossen. Fest steht jedoch, dass bis zur Urteilsverkündung am 09.04. weitere Aktionen der Neonazis angekündigt wurden.

Artikel zum Thema in der Ahlener Zeitung

Infos zum Tag der Urteilsverkündung!




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